Donnerstag, 10. Juni 2010

Tag 17

So, bevor ich euch wieder ein paar Bilder zeige, möchte ich eine Frage beantworten, die mir in den letzten Tagen häufiger gestellt wurde.

Wie geht so eine Auswilderung?
Also, das geht wie folgt: 
Zum ersten gibt es in der Umgebung , wo die Auswilderung stattfindet, KEINE  Katzen (bei uns gibt es leider sehr viele!)!!! Das ist sehr wichtig, weil sich die Piepmätze sehr viel auf dem Boden zur Futtersuche aufhalten. Und im Moment haben die DREI leider vor nichts Angst. Sie landen z. B. ohne Probleme auf unseren Hunden (gerade eben wieder passiert!!).
In der Auswilderungsstation kommen die Vögelchen in eine große Voliere, wo sie außer Futtergabe in einen Napf keinen Kontakt zu Menschen haben. Man sagt, nach 2 - 3 Wochen ohne menschlichen Kontakt wissen die Piepmätze dann wieder, dass sie Vögel sind.
Nach ein paar Tagen Eingewöhnung wird dann die Türe aufgemacht und sie können, wenn sie wollen RAUS!!!
Die Erfahrung sagt, dass sie zwar erst mal abhauen, aber meist in den ersten Tagen immer wieder zurück kommen zum Fressen. Irgendwann dann ist die Tür zu und sie kommen dann hoffentlich alleine in der Natur zurecht.
So hat mir der Herr Kestner das erklärt und ich denke, dass unsere DREI dann eine gute Chance in der großen weiten Welt haben werden.

Mir wird das zwar tierisch schwer fallen, denn irgendwie gehören sie schon zum Alltag dazu. Sie sind einfach immer da und irgendwo piepst es immer. Aber das geht mit Wildvögeln einfach nicht. In ihrem kleinen Käfig, wo sie nur noch im Notfall sitzen (nachts oder wenn ich mal richtig lüften muss), reagieren sie teilweise total panisch. Dann mache ich sofort die Tür wieder auf. Aber die DREI ständig in der Wohnung fliegen lassen, geht gar nicht. Und auch eine Wohnung ist für ihren Flugdrang viel zu klein!!!

So, bevor ich jetzt schon traurig werde, einen Tag haben wir ja noch, zeige ich euch wie gewohnt ein paar Bilder.

Die FRECHE (ist sie übrigens gar nicht mehr):
Die KLEINE (ist jetzt genau so groß wie die anderen):
 Der GROßE:

Und hier mal eine Fütterung mit Tatar:
 
Das geht jetzt alles ohne meine Hilfe!!!!

Kommentare:

  1. Habe jeden Tag bei dir hereingeschaut. Es ist immer wahnsinnig interessant gewesen mit euren 3 Piepmätzen. Vielen Dank für die vielen tollen Bilder und auch Videos. Habe alles immer gern mitverfolgt. Wünsche euch, dass ihr nicht ganz so traurigseid, wenn die 3 umziehen.

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  2. Hach dann drück ich euch die Daumen.
    Bei uns war das voll ok so, da wir kaum Katzen haben. Dann ist natürlich der Weg der richtige. Und genauso haben wir es ja auch gemacht... Seid stolz auf eure Arbeit...ihr habt drei Geiern die Möglichkeit gegeben zu leben. Und Neue werden sicherlich folgen:) Tolle Arbeit, schöne Bilder und ich drück die Daumen das alles so läuft wie es laufen soll. Vielleicht könnt ihr ja evtl. (versteckt) dabei sein, wenn sie "raus" dürfen... das ist das schönste was es gibt, einen Vogel, den man selber großgezogen hat, frei fliegen zu sehen...
    Ich drück dich ganz doll, da ich sehr gut nachvollziehen kann, wie du dich gerade fühlst..ich geh jetzt meine Kakadus stellvertretend knuddeln, die von ihrem Glück noch nix wissen:D
    Allerliebste Grüße Anne

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  3. ich hoffe den Vögeln geht es in der neuen Umgebung auch gut! Toi toi oti
    Schönes Wochenende wünscht
    Elma

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